Die Studentin Isabelle Zürcher bei Vorbereitungen zur Ausstellung "Ins Auge gefallen" im Graphikdepot des Kunsthauses Grenchen (2011).
Institut für Kunstgeschichte |

Die Studentin Isabelle Zürcher bei Vorbereitungen zur Ausstellung "Ins Auge gefallen" im Graphikdepot des Kunsthauses Grenchen (2011).
Das schweizweit einzigartige Monomaster-Studienprogramm ‚Kunstgeschichte mit Ausstellungs- und Museumswesen’ bietet Studierenden die Möglichkeit, das klassische Masterstudium in Kunstgeschichte (Major, 90 ECTS) mit dem sogenannten ‚Anwendungsbereich Ausstellungs- und Museumswesen’ als Nebenfach (Minor, 30 ECTS) zu verbinden. Neben der fundierten wissenschaftlichen Qualifikation zur Kunsthistorikerin / zum Kunsthistoriker vermittelt das Studienprogramm grundlegende Fähigkeiten für eine Berufsperspektive am Kunstmuseum und im Ausstellungswesen. Der Schwerpunkt des Masterprogramms liegt in der Auseinandersetzung mit praxisorientierten Fragestellungen.
Im Anwendungsbereich ‚Curatorial Studies’ werden insgesamt sechs Kurse (à 5 ECTS) besucht, die sich spezifischen musealen oder kuratorischen Themen widmen. Neben den traditionellen Kernaufgaben des Museums – Sammeln, Bewahren, Dokumentieren und Forschen sowie Ausstellen und Vermitteln – werden auch die Bereiche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Museumsmanagement oder Kunstrecht berücksichtigt. Anhand von Fallbeispielen werden den Museen zugrunde liegende Sammlungs-, Ausstellungs- oder Vermittlungsstrategien untersucht und kritisch beleuchtet. Es werden Einblicke in museale Problemfelder wie Sicherheit, Klimatechnik, Schadensbefundsicherung, Lagerung und Handhabung von Objekten sowie in Konservierungs- und Restaurierungsfragen ermöglicht. In konzentrierter Gruppenarbeit werden Ausstellungs- und Vermittlungskonzepte erarbeitet. Wo es eine institutionelle Anbindung zulässt, wird die Umsetzung der von den Studierenden erarbeiteten Konzepte im realen Ausstellungsraum erprobt. Auch das Verfassen von Katalogartikeln, Saalzetteln oder Pressemitteilungen wird praxisnah eingeübt.
Die Veranstaltungen werden vorwiegend von externen Lehrbeauftragten – Kuratoren, Konservatoren, Kunstvermittlern oder Galeristen – durchgeführt, die über langjährige Berufserfahrung in der Ausstellungs- und Museumstätigkeit verfügen. Lehraufträge werden in der Regel nur einmal vergeben und erlauben so eine Beschäftigung mit unterschiedlichen institutionellen Strukturen und Bedingungen. Die Monomaster-Kurse werden sowohl in Anbindung an internationale Institutionen als auch an lokale Häuser durchgeführt. In kooperativen Veranstaltungen mit der Hochschule der Künste in Bern (HKB) haben die Studierenden des Weiteren die Gelegenheit, sich mit den Interessen und Perspektiven von jungen Künstlern auseinanderzusetzen.
Am Ende des Masterstudiums verfügen die Studierenden nicht nur über eine solide wissenschaftliche Basis, sondern auch über eine praxisbezogene Ausbildung. Bei der Realisierung konkreter Projekte zusammen mit Fachleuten aus dem Kunstbetrieb entstehen berufliche Kontakte, welche den Ersteinstieg in die unterschiedlichsten Bereiche des Museums- und Ausstellungswesen erleichtern.
Voraussetzung für den MA ‚Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Ausstellungs- und Museumswesen’ (Curatorial Studies and Museology) ist ein Bachelorabschluss in Kunstgeschichte (mind. 60 ECTS). Bei der Anmeldung zum Master-Studienabschluss müssen Kenntnisse in drei modernen Fremdsprachen oder in Latein und zwei modernen Fremdsprachen nachgewiesen werden.