Abteilung für Ältere Kunstgeschichte

Bern, Burgerbibliothek, Cod. 318, f. 8v – Physiologus Bernensis (http://www.e-codices.unifr.ch/en/list/one/bbb/0318)

Die Abteilung für Ältere Kunstgeschichte widmet sich der visuellen Kultur des Mittelalters. Im Zentrum der Lehre steht das Zusammenspiel/-wirken von Artefakten, Materialien und kulturellen Kontexten bei ihrer Herstellung und Nutzung sowie ihrer Wahrnehmung, Inszenierung und Zirkulation in öffentlichen, sakralen und privaten Räumen. Seminare und Vorlesungen führen in die unterschiedlichen Techniken, die Geschichte, Theorie und Historiographie kunsthistorischer und interdisziplinär orientierter Mittelalterforschung ein und beleuchten ihre globalen Verflechtungen.

Das Studium vermittelt vertiefte Kenntnisse über Materialien, Techniken, Gattungen, Epochen und Themen der Kunstgeschichte des Mittelalters. Ebenso werden Methoden kunstgeschichtlicher Forschung erlernt und innovative Herangehensweisen entwickelt. Besonderes Augenmerk liegt auf der kritischen Auseinandersetzung mit neuen Forschungsperspektiven und historischen Problemstellungen.

Die MitgliederInnen der Abteilung arbeiten eng mit Museen und Forschungsinstituten auf nationaler und internationaler Ebene zusammen und nehmen an interdisziplinären und internationalen Forschungsprogrammen und wissenschaftlichen Veranstaltungen teil.

Laufende Forschungsprojekte

  • Das andere Herbarium: Literatur und Kunst als Heilmittel (Theresa Holler) 
  • Horizon and Pictorial Space - Horizont und Bildraum (Beate Fricke)
  • Object Histories. Early Modern Flotsam. For this project she was awarded a collaborative research grant from the American Council of Learned Societies, (Beate Fricke together with Finbarr Barry Flood).
  • Relics on the Market: The Cult of St. Ursula and the Hanseatic League, 1200-1500 (Andrew Sears)
  • Trading Architecture analyses the loci of exchange of merchandise, knowledge and culture in the Mediterranean with the Middle and the Far East (Beate Fricke)

Abgeschlossene Forschungsprojekte

  • Crossing the Mediterranean. Art, Trade and Transfer of Knowledge (Dittelbach)
  • Seestädte des Südens. Transformationen (Dittelbach)
  • Optical Concepts - Conceptual Optics in the Mediterranean (Dittelbach)
  • Kunst als Kulturtransfer 1400-1600 (Gramaccini)
  • Semantiken des Sehens. Kunstproduktion und Kulturen des Blicks im Mittelalter (Preisinger)
  • Geschichte des Reliefs 1400-1800 (Lehmann)

Begonnene Dissertationen

  • Jess Bailey (betreut zusammen mit Elizabeth Honig) -  Urs Graf
  • Maximilian Geiger - (betreut zusammen mit Christine Göttler) - Raum und Rezeption – Studien zum neuzeitlichen Historienbild
  • Andrew Griebeler (betreut zusammen mit Diliana Angelova) - Illustrated Greek Herbals (2nd-15th century)
  • Andrew Sears -  Relics on the Market: The Cult of St. Ursula and the Hanseatic League, 1200-1500

Abgeschlossene Dissertationen (Gramaccini)

  • Berit Wagner: Bilder ohne Auftraggeber. Der deutsche Kunsthandel im 15. und frühen 16. Jh. mit Überlegungen zum Kulturtransfer.
  • Manuel Kehrli: Johann Rudolf Huber (1668-1748). Ein Basler Maler des Spätbarock.
  • Gudrun Knaus: Schöpferische Rezeptionen von Marcantonio Raimondi 1510-1700.
  • Sabine Häberli: ‚Edelsteine, gut und bös.’ Edelsteine, Gläser und Perlen an oberrheinischen Goldschmiedwerken des 13. bis 16. Jahrhunderts.

Abgeschlossene Masterarbeiten (Gramaccini)

  • Francisca Lang: das Kirchner-Inventar Eberhard W. Kornfeld.
  • Caroline Montandon: Johannes der Täufer von Giulio Campagnola als Beispiel einer Datie¬rungsmethode druckgraphischer Blätter.
  • Denise Hug: ‚Vom internationalen zum Schweizer Künstlerplakat’ – Das Plakatwerk von Karl Bickel. Eine Einordnung in die Schweizer Plakatkunst.

Abgeschlossene Lizenziatarbeiten (Gramaccini)

  • Tamara Fullin (Horw): Die literarische Textilillumination zum Inferno der Divina Commedia von Alfonso d’Aragona König von Neapel.
  • Sandra Gugger (Bern): Die Fensterdekorationen der Friedrichwohnung im Neuen Palais in Potsdam. Der Versuch einer Rekonstruktion der Geschichte des Fenstervorhangs im 17. und 18. Jahrhundert.
  • Anna Bächtold (Zug): Von Erbach nach Interlaken, Elfenbeinschnitzerei und Souvenirhandel um 1900.
  • Sandra Geiger (Bern): Das Gebetbuch Karls des Kühnen. Kopie in der niederländischen Buchmalerei des 15. Jahrhunderts.
  • Nina Jaklic (Luzern): Cappella Brancacci: la rivoluzione nell’abbigliamento tra il tardo Medioeve ed il Rinascimento.
  • Christoph Messerli (Bern): Von der Souvenir- zur Studio¬keramik. Die Berner Keramik im 19. und 20. Jahrhundert.
  • Christian Féraud: ‚Salomon Gessner als Vedutenstecher’. Die Landschaften für den Helvetischen Calender 1780-1788’.
  • Catharina Vogel: ‚Vom Brustbild eines Grafen Sforza zum Bildnis des Grafen Francesco Sforza Cesarini’. Eine Werkanalyse im Spannungsfeld der Rezeption Giovanni Boldinis.