Abteilung für Architekturgeschichte und Denkmalpflege

Direktor

Prof. Dr. Bernd Nicolai

Dozierende

PD Dr. Dieter Schnell
PD Dr. Jens Rüffer
PD Dr. Julia Burbulla

Assistierende

Dr. Richard Nemec, Wiss.-Ass.
Dr. Sarah M. Schlachetzki, Wiss.-Ass.
Vera Scartazzini, Hilfsassistentin und Grundkurs-Tutorin

Lehrbeauftragte (MonoMaster Denkmalpflege)

Dr. Richard Buser, Kunstdenkmäler-Inventarisator des Kantons Basel-Landschaft
Lic. phil. Michael Gerber, Denkmalpfleger des Kantons Bern
Dr.-Ing. Jean Daniel Gross, Denkmalpfleger der Stadt Bern
Prof. Dr. Hartmut Dorgerloh, Generalintendant des Humboldt-Forums in Berlin
Dr. Nina Mekacher, BAK, Denkmalpflege und Heimatschutz
Dr.-Ing. Eva Schäfer, Amt für Denkmalpflege, Kanton Thurgau

Honorarprofessoren

Prof. Dr. Samuel Rutishauser
Prof. Dr. Jürg Schweizer

ProjektmitarbeiterInnen

Dr. Theresia Gürtler, SNF-Salvisberg
M.A. Florin Gstöhl, SNF-Salvisberg
M.A. Thomas Steigenberger, SNF-Salvisberg
M.A. Michael Wolf, SNF-Stuck Müstair

Assoziierte

M.A. Simon Berger, Denkmalpfleger des Kantons Graubünden
Prof. Dr. Bernhard Furrer
Prof. Dr. Francine Giese
Dr. Thomas Gnägi
Dr. Margot Hleunig-Heilmann
Prof. Dr. Anna Minta
Jun.-Prof. Dr. Markus Thome
Ursel Tischkewitz, Doktorandin
M.A. Anselm Treichler, Doktorand
Dr. Marion Wohlleben
Lic. phil. Jasmine Wohlwend Piai

Profil der Abteilung

Die Abteilung Architekturgeschichte und Denkmalpflege bietet einen epochenumspannenden Überblick über die Architekturgeschichte und Architekturtheorie von der frühchristlichen Baukunst bis zur Gegenwart und ermöglicht es damit, die Architektur in ihren komplexen ikonologischen Referenzsystemen und stilistischen Traditionsbildungen zu begreifen. Die raumbildenden Qualitäten von Architektur werden im Zusammenhang mit Fragestellungen der Stadtgestaltung und der Gartenkunst diskutiert. Gegenstand der Lehre ist es, die Baukunst unter den Aspekten der architektonischen Formfindung, der konstruktiv-technischen Entwicklungen, der Funktion und Ausstattung sowie im Kontext künstlerischer Bewegungen und kulturgeschichtlicher Prozesse zu betrachten. Interdisziplinäre Ansätze zu kulturhistorischen, sozialgeschichtlichen und politischen Fragestellungen reflektieren die gesellschaftliche Bedeutung von Architektur und gestalteter Umgebung. Im Zentrum steht die Baukunst Europas, Nordamerikas und der Levante. Einen Schwerpunkt bildet die Kulturlandschaft des Mittelmeerraums, insbesondere die islamische und mittelalterliche Architektur. Ein weiterer Fokus liegt auf Architektur und Architekturdiskursen des frühen 20. Jahrhunderts im östlichen Mitteleuropa. Die durch Migration, Exil und schliesslich Globalisierung geprägte Architektur des 20. und frühen 21. Jahrhunderts wird als Schnittpunkt der Begegnung unterschiedlicher (Bau-)Kulturen untersucht.

Eine logische Fortsetzung der Architekturgeschichte stellt der Bereich der Denkmalpflege dar, in dem wissenschaftliche Methoden zur Bewertung und Bestandssicherung architektonischer Zeugnisse vermittelt werden. Geschichte und Theorie der Denkmalpflege, die kulturelle Setzung des Denkmalbegriffs, vielfältige inhaltlich-programmatische und nutzungsbezogene Aspekte des Umgangs mit den Denkmalen sowie der gesellschaftlichen Verantwortung gegenüber dem Architekturerbe bilden die Grundlagen dieses Master-Studienschwerpunktes. Die enge Anbindung an denkmalpflegerische Institutionen in der Schweiz und im Ausland sichert einen intensiven Austausch mit Fachleuten zu aktuellen Problemen und Entwicklungen innerhalb der Denkmalpflege (Flyer Forum Denkmalpflege (PDF, 187KB)).

Studium

Architekturgeschichte wird als Teil der Kunstgeschichte im Rahmen des BA und MA Kunstgeschichte verbindlich angeboten. Als Besonderheit kann in Bern ein Monomaster Kunstgeschichte mit Denkmalpflege und Monumentenmanagement (pdf, 102KB) studiert werden, der eine berufsperspektivische Vertiefung im Bereich Denkmalpflege im Umfang eines MA-Minors zum regulären MA Kunstgeschichte bietet.

Das Studium umfasst ein vielfältiges Programm methodischer und theoretischer Lehrinhalte und Forschungsansätze zur Architekturgeschichte und den sich daraus ergebenden denkmalgeschichtlichen Fragestellungen. Exkursionen und das Studium vor Originalen machen die räumliche Wirkung von Architektur, ihre Nutzung, ihre Einbindung in einen grösseren architektonischen oder städtebaulichen Zusammenhang, ihren bauhistorischen Zustand und den aktuellen denkmalpflegerischen Umgang konkret erfahrbar. Sie sind daher zentraler Bestandteil des Lehrplans.

Habilitationsprojekte

  • Dr. Sarah M. Schlachetzki: Zaudernde Moderne. Visuelle Konstruktionen der Stadt Breslau 1890-1932.
  • Dr. Richard Nemec: Architekt als Verbrecher? Städtbau und Architektur unter den Nationalsozialisten in Ostmitteleuropa (1939-1945). Arbeitstitel
  • Dr. Christiane Kothe: Genese einer spätantik-frühmittelalterlichen vegetabilen Bildsprache. Umayyadische Kalifate, ibero-okzitanischer Raum und beider Interdependenz
  • Dr. Markus Thome: Gebaute Bilder – Museale Inszenierung mittelalterlicher Architektur im 19. und 20. Jahrhundert

Abgeschlossene Habilitationen

  • 2014 Dr. Julia Burbulla: Raum und Zeit als Ordnungsprinzip. Eine Studie zum spatial turn anhand ausgewählter Schriften von Kant, Panofsky und Dorner
  • 2013 Dr. Anna Minta: Stildiskussionen im Kontext politischer und sakraler Repräsentationsarchitektur in Washington, D.C. nach dem Sezessionskrieg (1861-1865) bis Mitte der 1930er Jahre
  • 2013 Dr. Francine Giese-Vögeli: „Bauen und Erhalten in al-Andalus“
  • 2010 PD Dr. Jens Rüffer: Ars sine scientia nihil est. Studien zur mittelalterlichen Gestaltungspraxis und zur Methodik ihrer Erschliessung am Beispiel baugebundener Skulptur.
  • Prof. Dr. Gerhard Vinken, LOEWE-Professur „Interdisziplinäre Stadtforschung“, TU Darmstadt. Zone Heimat. Altstadt im modernen Städtebau, (erschienen München: DKV 2010) [link]

Dissertationsprojekte

  • Florin Gstöhl: Die Oberfläche der Moderne – Die Materialität der architektonischen Oberfläche der Moderne am baulichen Œuvre O.R. Salvisbergs (1882 – 1940) Abstract (PDF, 128KB)
  • Simon Berger: Die Profanbauten der Baumeisterfamilie Purtschert - Von der klösterlichen Orangerie zum Kaufhaus (Arbeitstitel) Abstract (PDF, 62KB)
  • Melchior Fischli: Die Umgestaltung des Stadtzentrums von Florenz und die europäischen Denkmalpflegedebatten, 1880-1910 Abstract (PDF, 54KB)
  • Ursel Tischkewitz: Lebens- und Arbeitsgemeinschaften von GestalterInnen in Deutschland (ca. 1890-1933)

Abgeschlossene Dissertationen

  • 2018 Ariane Komeda: Werden, Wandel und Wirkungskraft eines Architekturtransfers in Swakopmund. Deutsche Kolonialarchitektur in Namibia 1884–1914
  • 2017 Lilia Mironov: „Airport Aura – A Spatial History of Airport Infrastructure“
  • 2016 Ina Mertens: Stadt – Land – Kosmos. Die slowakischen Neoavantgarden und ihr Verhältnis zum Außen
  • 2015 Jörg Matthies: Orangerien und Gewächshäuser in der Schweiz. Architektur für eine exotische Pflanzenwelt im Alpenraum
  • 2013 Walter Gfeller: Die Geschichte des Masswerks in den wichtigsten Kunstzentren der heutigen Schweiz
  • 2013 Sarah Keller: Zeichen christlichen Triumphes. Ein Motiv der islamischen Architektur zwischen Aneignung und Akkulturation (Link)
  • 2013 Markus Tubbesing: Der Wettbewerb Groß-Berlin 1910. Die Herausbildung einer städtebaulichen Entwurfsmethode zur planvollen Gestaltung der Metropole.
  • 2012 Thomas Gnägi: Befreiung der Form! Von der Stilkomposition zur Freihandskizze im Architekturentwurf Karl Mosers.
  • 2011 Nathalie Ritter: Eduard Lanz 1886–1972. ROT UND SCHWARZ. LOKALE ARCHITEKTENKARRIERE UND INTERNATIONALES SELBSTVERSTÄNDNIS
  • 2006 Aloysia Romaine Berens: Jean Perreal als Beitrag zur fürstlichen Memoria in Brou, Stiftung und Grablege der Margarethe von Österreich.

Abgeschlossene Masterarbeiten

  • Brigitta Stoll (HS 2017): „Der Hauptbau des Kunstmuseums Basel. Versuch einer städtebaulichen Kontextualisierung“
  • Jasmin Nina Widmer (HS 2017): „Die Bau- und Besitzergeschichte der Campagne Rothus in Bolligen (BE)“
  • Léa Marie d’Avigneau (HS 2017): „Des tabulae rasae périodiques au service de la ville rationnelle – Hans Bernoulli et Die organische Erneuerung unserer Städte (1942)“
  • Anne-Catherine Schröter (FS 2017): „Ausgerechnet eine Grossgarage. Zur Entwickllung der Parkhausarchitektur in der Schweiz“
  • Nicoletta Gschwend (FS 2017): „Die Grossmarkthalle in Basel. Eine Baumonographie“
  • Jasmin Christ (HS 2016): „‘Na gmacht‘. Entwürfe und Anregungen zur Vollendung des Berner Münstersturms im 19. Jahrhundert“
  • Florin Gstöhl (FS 2017): „Das Bild der Moderne bei Otto Rudolf Salvisberg (1882-1940). Untersuchungen zur ‚Bildlichkeit‘ bei O. R. Salvisberg anhand der zeitgenössischen Architekturfotografien seiner Stadtberner Bauten“
  • Nina Müller (FS 2017): „Hans Weiss und die Sanierung der Berner Altstadt. Eine Betrachtung zum Wandel des Denkmalverständnisses in Zusammenhang mit den Sanierungsprojekten der Berner Altstadt von Hans Weiss 1931-1962“
  • Silvana Anna Rageth (HS 2016): „Villa Fontana. Ein Gebäude zwischen Funktion, Repräsentation und gestalterischem Anspruch“
  • Jasmin Riedener (HS 2016): „Bahnhofsbuffets 1902-1916. Die ersten Bahnhofsgaststätten der SBB in den Stadtbahnhöfen Basel, St. Gallen, Lausanne“
  • Regula Staub (HS 2016): „Die sechs ersten öffentlichen Hallenbäder in der Schweiz. Eine architekturgeschichtliche Untersuchung unter Einbezug nationaler und internationaler Vergleichsbauten“
  • Melanie Widmer (FS 2017): Die Gasthöfe an der Grande Route. Analyse des Teilstücks ‚Neue Aargauerstrasse‘“
  • Nicola Branger (HS 2015): „Der Bromegghof. Ein Sommerhaus im Vielzweckbau“ (Prüfer: Prof. S. Rutishauser)
  • Aude Devanthéry (HS 2015): „Lucien Praz (1883-1947), ses églises dans le Valais du 20e siècle“ (Prüfer: Prof. J. Schweizer)
  • Laura Heyer (HS 2015): „Der Managementplan ,Bauen‘ zu den UNESCO-Weltkulturerbstätten in Trier“
  • Miodrag Rončević (HS 2015): „Stadtresidenzen nach französischem Vorbild. Der Zusammenhang zwischen Funktionalität und Typologie beim Hôtel particulier in der Schweiz“
  • Nicola Branger (2015): Der Bromegghof. Ein Sommerhaus im Vielzweckbau
  • Aude Devanthery (2015): Lucien Praz (1883-1947), ses églises dans le Valais du 20e siècle
  • Laura Heyer (2015): Der Managementplan ,Bauen' zu den UNESCO-Weltkulturerbstätten in Trier
  • Miodrag Roncevic (2015): Stadtresidenzen nach französischem Vorbild. Der Zusammenhang zwischen Funktionalität und Typologie beim Hôtel particulier in der Schweiz
  • Sibille Arnold (2015): Lernen, Lachen, Leisten Architekturvermittlung mit Fokus auf die Zielgruppe Kinder und Jugendliche
  • Misia Bernasconi (2015): „Architecture absorbs sculpture!" Der Architekt als der Kurator (Prüfer: PD Dr. D. Schnell)
  • Anika Kerstan (2014): Die Äbtissinnenwohnung der Barbara von Castelmur (reg. 1509-1534) Im Kloster St. Johann in Müstair als Beispiel Spätgotischer Rauminszenierung
  • Andrea Liechti (2014): Anton lsenmann. Der städtische Steinwerkmeister von Luzern als Baumeister des Luzerner Rathauses. Eine Projektgenese nach Quellen
  • Shantidevi Sherpa (2014): Erhalten und Sanieren? Oie Villa Wiesenthal in St. Gallen Baugeschichte und energisches Sanierungskonzept
  • Anna Friedli (2014): Interieur Haus Süess von Hans Zaugg. Anstrengende moderne Wohnlichkeit
  • Sandra Hohlenstein (2014): Der Wandel zweier Rathäuser im Surseer Amt. Die Rathäuser von Sursee und Sempach
  • Raphael Sollberger (2013): Volkserzieher, Heimatfeinde, Ewiggestrige und Moderne. Die Schweizerische Vereinigung für Heimatschutz und Schweizerischer Werkbund
  • Katja Köhler Schneider (2013): Das Strandbades Biel. Eine Monument des Neuen Bauens im Kontext der Hygienebauten der Moderne
  • Jürg Hühnerwald (2013): „mens sana in sportcorpore sano". Die Sportanlagen des Berner Architekten Hans Beyeler (1894-1968)
  • Eva Bigler (2013): Zwischen Tradition und Moderne. Die Geschichte des Warenhauses Loeb in Bern
  • Katrin Kaufmann (2012): Der mittelalterliche Chor der Kathedrale von Santiago de Compostela. Eine Neubewertung seiner Rekonstruktion
  • Irène Bruneau (2011): Scala Coelestis per quam descendit ipse deus. Überlegungen zum monumentalen Verkündigungsrelief im Nordquerhaus der Abteikirche von Conques.
  • Simon Berger (2010): Automobil und Architektur - Wechselwirkungen in der klassischen Moderne
  • Roman Brunner (2010): Der Wettbewerb Berghaus mit Aussichtsplattform auf dem Jungfraujochgrat 1981
  • Leonie Meier (2010): Schloss Oberhofen zwischen Museum und Baudenkmal. Die Umgestaltung zum Intérieurmuseum 1953-67
  • Pasquale Zarriello (2010): Beda Hefti, Ingenieur-Architekt. Architektur der Freibäder zwischen Neoklassizismus und Neuem Bauen. Vom Badeschiff zur Schiffsmetapher. Architektur im Umbruch, eine (Freizeit-) Gesellschaft nimmt neue «Formen» an.
  • Adeline Zumstein (2010): Kritik an der Rezeption des Baumeisterbegriffs am Beispiel der Familie Könitzer aus Worb
  • Judith Berger (2009): Das Jagdschloss Glienicke. Ursprungsort und Verbindungsgrundstück der Berlin-Potsdamer Schlösserlandschaft an der Glienicker Brücke

Abgeschlossene Lizentiatsarbeiten

  • 2009 Sarah Keller: Die Kathedrale von Santiago de Compostela in der christlich-islamischen Auseinandersetzung.
  • 2009 Jasmine Wohlwend: Bauen im Space Age. Astrofantastische Architektur 1956-1972.
  • 2009 Rolf Christen (bei Prof. Dr. Samuel Rutishauser): Das unbeliebte Jahrhundert. Das 19. Jahrhundert aus der Sicht der Denkmalpflege der 1970er Jahre – am Beispiel von Solothurn.
  • 2007 Regula Crottet: Das Volkshaus in Bern. Architektur als Gesamtkunstwerk.
  • 2007 Luisa Weber: Olympiastadion Berlin. Die Sanierung und Modernisierung 2000–2004. Ein Spagat zwischen Vergangenheit und Zukunft.
  • 2007 Gabriel Häussler (bei Prof. Dr. Samuel Rutishauser): Kantonsschule Solothurn. Architektur und künsterlische Ausschmückung.
  • 2006 Barbara Wieser (bei Prof. Dr. Samuel Rutishauser): „Eine Neue Kirche in form des heiligen Grabs zue Hierusalem“. Die Geschichte der Kreuzenkirche bei Solothurn