Aktuell

27.10.17: FORUM Denkmalpflege

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Vortrags- und Diskussionsforum des Instituts für Kunstgeschichte der Universität Bern mit Unterstützung des Bundesamtes für Kultur, ICOMOS Schweiz, sowie den Denkmalpflegestellen von Stadt und Kanton Bern

22,3 Meter, oder wie weit reicht der Denkmalwert?
Solitär, Freifläche und Ensemble in Stadt und Land

Siebter Zyklus 2017/2018, veranstaltet und organisiert von Prof. Dr. Bernd Nicolai, Dr. Eva Schäfer und Dr. Marion Wohlleben

Frage, wie weit der Zeugniswert eines Baudenkmals über die Gebäudegrenze oder seine materielle Substanz hinausgeht.
Wie viel Abstand und wie viel Rücksicht braucht ein Baudenkmal, um nichts von seinem Denkmal- oder Zeugniswert zu verlieren? Hat ein Baudenkmal einen Wirkraum, der durch substanzielle Veränderungen oder Zerstörung den Zeugniswert des Denkmals beeinträchtigt oder zerstört? Verliert es dann graduell oder ganz an Bedeutung?
Anders als in Frankreich, wo eine generelle Distanz festgelegt ist, ist die rechtliche Situation in der Schweiz uneinheitlich. Sie bewegt sich zwischen Bau- oder Grundstücksgrenze, Schutzperimeter, Blickachsen und Sichtbeziehungen. Eine allgemein gültige Lösung gibt es nicht. Trotzdem muss die Frage nach der Reichweite des Zeugniswertes dringend geklärt werden, denn durch Verdichtung und Nutzungserweiterung zunehmend bedrängte Baudenkmäler werden schnell zu Fremdkörpern. Ist ihr geschichtlicher Kontext nicht mehr erkennbar und erlebbar, verkommen sie zu unverständlichen „Traditionsinseln“.

27. Oktober 2017, 17:15h, Raum H120, Hauptgebäude
Roger Strub, stellvertr. Leiter Kant. Denkmalpflege, ZH: Wie weit reicht, wo endet der Zeugniswert? Wirkung und Rückwirkung zwischen Baudenkmal und Umgebung. Fallstudien Kanton Zürich

Programm (PDF, 601KB)

23.-24. November 2017: Die «Berner» oder die «Prager» PIETÀ? Kunst und Kulturpolitik in einer spätmittelalterlichen Stadt

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Die Tagung widmet sich der in Böhmen entstandenen und nach Bern exportierten Pietà. Im Januar 1528 während der reformatorischen Unruhen zerstört, wurde sie 1986 zusammen mit zahlreichen anderen Fragmenten aus der Münsterplattform geborgen. Es werden Überlegungen zum Erhaltungszustand, zu Stil, Datierung und Typus dieser Figur im Vergleich mit anderen erhalten gebliebenen böhmischen Bildwerken angestellt. Im Vordergrund steht jedoch die Frage nach der Bedeutung des Werkes für Bern. Handelt es sich um einen absichtsvollen Kunstimport, der die Interessen und Vorlieben der bernischen Elite bedient und gewissermassen als Ausgangspunkt für nachfolgende entsprechende künstlerische Strategien in der aufstrebenden Stadt zu interpretieren ist? In diesem Zusammenhang werden die künstlerischen und die wirtschaftlichen Beziehungen im alten Heiligen Römischen Reich, speziell die von Prag und Böhmen ausgehenden, aus verschiedenen Positionen der Wissenschaften beleuchtet und das Berner Beispiel mit ähnlichen Fällen aus den Ländern des Heiligen Römischen Reiches verglichen.

Die Tagung findet in enger Kooperation zwischen dem Institut für Kunstgeschichte Bern, dem Bernischen Historischen Museum und der Nationalgalerie Prag statt.
Veranstaltet von Richard Němec (IKG Bern), Susan Marti (BHM Bern) und Marius Winzeler (NG Prag)

Programm (PDF, 1.0 MB)

Swiss Graphic Design and Typography Revisited

Seven Swiss universities engage in joint research into the history of Swiss graphic design and typography. With ‘Swiss Graphic Design and Typography Revisited’, the Swiss National Science Foundation (SNSF) is for the first-ever time supporting a project in the Sinergia programme in which researchers from seven Swiss universities will investigate the role and status of Swiss graphic design from today’s perspective.

It is divided into three sub-projects: ‘Principles of Education’, ‘Networks of Practice’ and ‘Strategies of Dissemination’. This three-year project will begin in October 2016 and is the biggest research collaboration established in the design field since the SNSF began its activities.

Press release (PDF, 36KB)